Der Sud wird aus einer tropischen Lianenart und dem Chacruna-Strauch gekocht und kam ursprünglich bei schamanischen Zeremonien in Lateinamerika zum Einsatz. Aber Ayahuasca kann offenbar mehr als nur psychedelisch wirken. Spanische Forschende haben entdeckt, dass der Tee-Bestandteil Dimethyltryptamin, kurz DMT, das Wachstum von Nervenzellen anregen kann.
Sie haben Mäuse mit Ayahuasca gefüttert und dabei festgestellt, dass das bei den Tieren zu deutlich verbesserten kognitiven Fähigkeiten führt. Halluzinationen hatten die Mäuse bei den Versuchen aber nicht, denn ihr Gehirn wurde gentechnisch so verändert, dass DMT nicht mehr psychedelisch wirkt.
Die Forschenden hoffen, dass man auf der Grundlage ihrer Erkenntnisse in Zukunft Medikamente zum Beispiel gegen Alzheimer oder Parkinson entwickeln kann. Bei diesen Krankheiten sterben Nervenzellen ab, und es wachsen keine neuen nach. Mit DMT könnte man laut den Forschenden neuronale Stammzellen aktivieren, die dann für Ersatz bei den abgestorbenen Nervenzellen sorgen.
