Bei einem Drogentest würden ein paar Haie vor den Bahamas wohl durchfallen. Denn Forschende haben in ihrem Blut unter anderem Kokain nachgewiesen.

Insgesamt 85 Haie in der Region wurden untersucht. Zwei von ihnen hatten Kokain im Blut. Die Droge stammte wahrscheinlich aus Päckchen, die Schmuggler dort ins Wasser geworfen hatten.

Noch weitaus häufiger, nämlich bei jedem dritten Hai, wiesen die Forschenden Koffein nach. Im Fachmagazin Environmental Pollution vermutet das Team, dass das Koffein aus ungeklärtem Abwasser von Küstenorten und von Jachten stammen könnte.

Mögliche Folgen für die Haie sind noch unklar. Allerdings waren im Blut belasteter Tiere bestimmte Marker erhöht, die auf Stress hindeuten - vielleicht, weil ihre Körper versuchten, die Stoffe wieder loszuwerden.

Hinweise, dass der Drogenschmuggel in Südamerika auch Tiere trifft, gibt es schon länger. Unter anderem vor der brasilianischen Küste wurden schon Haie auf Koks nachgewiesen.