Ein Forschungsteam von der Arizona State University hat in einem Teelöffel voll Nebeltröpfchen Hinweise auf mehrere zehn Millionen Bakterien gefunden. Die Forschenden haben für ihre Studie zwei Jahre lang Nebelproben in verschiedenen Tälern im US-Bundesstaat Pennsylvania genommen. Die Hauptautorin sagt: Weltweit hochgerechnet enthält der Nebel wahrscheinlich genauso viele Bakterien wie die Meere. Außerdem stellten sie in den Nebeltröpfchen viele verschiedene Bakterienarten fest.
Anders als Bakterien in trockener Luft waren die Nebel-Bakterien ganz schön aktiv: sie wachsen, vermehren sich und verstoffwechseln organische Verbindungen in der Luft - auch Schadstoffe wie Formaldehyd. Dadurch verbessern sie auch die Luftqualität. Die Forschenden finden, dass man Nebel als eigenen Lebensraum betrachten und erforschen müsste.
