Die Europäische Wildkatze gab es früher in vielen Teilen von Deutschland - sie wurden aber über Jahrhunderte gejagt und aus vielen Regionen verdrängt.

Kleine Populationen konnten unter anderem im Harz überleben - und seit Ende der 1990er breitet sich die Art wieder aus. Jetzt gibt's einen kleinen Erfolg in Brandenburg: Im Landkreis Barnim hat ein Forschungsteam mehrere genetisch reine Wildkatzen entdeckt. Das Team von der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde hat bei seinem Monitoring-Programm insgesamt drei verschiedene Tiere identifiziert, zwei Weibchen und ein Männchen. Es ist der erste genetisch bestätigte Nachweis der Europäischen Wildkatze dort, seit die Art vor Jahrhunderten aus dem Gebiet des heutigen Brandenburgs verschwunden war.

Das Monitoring soll in den nächsten Jahren weitergehen. Die Forschenden wollen untersuchen, ob die Tiere dauerhaft in der Region bleiben, welche Gebiete sie nutzen und ob weitere Wildkatzen hinzukommen.

Europäische Wildkatzen sind massiger als Hauskatzen und haben längere Beine. Sie sind sehr scheu und meiden Menschen. Wie die meisten Katzenarten führen sie vor allem ein Einzelgänger-Leben - nur in ruhigen, naturnahen Wäldern.