Erst die Hitze im Sommer, bald kommt die Kälte - das stresst die Haut. Ein wichtiger Helfer, damit sie uns trotzdem gut schützt, ist Hämoglobin.

Dieses Molekül ist eigentlich als roter Blutfarbstoff bekannt. Dermatologen der Uni Tokio haben aber entdeckt, dass Hämoglobin nicht nur im Blut unterwegs ist, sondern auch in der Haut steckt. Das Team hatte Zellen der Epidermis, der obersten Hautschicht, im Labor untersucht.

Die Forschenden sagen, dass das Hämoglobin wichtig ist für die Barrierefunktion der Haut, also zum Schutz vor Umwelteinflüssen. Es wird vor allem dann produziert, wenn die Haut unter Stress gerät. Zum Beispiel durch starke Sonneneinstrahlung. Die fördert die Entstehung bestimmter schädlicher Sauerstoffverbindungen, der Freien Radikale. Das Hämoglobin kann den Sauerstoff aber binden. Es schützt also die Zellen - zum Beispiel vor Hautalterung und Krebs.