Bauchspeicheldrüsenkrebs gilt als ziemlich aggressiv und schwer zu behandeln.

Jetzt meldet ein Forschungsteam Erfolge bei einem neuen Medikament. Daraxonrasib wurde an 500 Patientinnen und Patienten im Endstadium getestet. Wer das Medikament bekam, überlebte doppelt so lange wie Studienteilnehmende, die mit einer Chemo-Therapie behandelt wurden. Der Krebs wuchs im Schnitt mehrere Monate nicht weiter.

Bei vielen Erkrankten ist ein Gen mutiert, das dafür sorgt, dass der Körper ein bestimmtes krebsförderndes Protein produziert. Das neue Medikament hemmt dieses Protein. Dabei nimmt es gleich mehrere Mutationen ins Visier.

Im New England Journal of Medicine schreiben die Forschenden, dass die Nebenwirkungen weniger stark waren als bei der Chemo. Sie wollen jetzt für die USA eine Zulassung bei der Arzneimittelbehörde FDA beantragen, erste Patient:innen können das Medikament unter bestimmten Voraussetzungen aber schon eher anwenden.

Fachleute aus Deutschland, die nicht an der Studie beteiligt waren, sprechen von einem sehr wichtigen Fortschritt bei der Therapie von Bauchspeicheldrüsenkrebs.