Beton und sein Bestandteil Zement zählen heutzutage zu den wichtigsten Baustoffen weltweit.
Sie bringen aber auch Probleme, zum Beispiel einen hohen Treibhausgas-Austoß bei der Zement-Herstellung. Beton kann sich außerdem in den Sommermonaten stark aufheizen und die Hitze-Belastung in Städten vergrößern.
Eine Lösung soll Kühlbeton sein, der Sonnenlicht nicht absorbiert, sondern reflektiert. Forschende berichten jetzt im Fachmagazin Science Advances vom Zement, den sie dafür entwickelt haben. Sie nutzen, dass sich bei der Zement-Herstellung Kristalle bilden. Durch ein neues Verfahren entstehen sie gezielt in Hohlräumen an der Oberfläche des Zements und können so das Sonnenlicht reflektieren, wie winzige Spiegel.
Zementkühlung funktioniert auf Testdach
Auf einem Testdach bei Sommerhitze lag die Oberflächentemperatur des Kühlzements dadurch 26 Grad unter der von konventionellem Zement und sogar unter der Lufttemperatur. Die Forschenden hoffen, so bald Gebäude kühler halten zu können.
