Versteckte Kameras sind in chinesischen Hotels schon länger ein Problem - und obwohl die Regierung versucht dagegen vorzugehen, landen weiterhin Tausende Videos von Spy Cams im Netz.

Das zeigt eine Recherche der BBC über anderthalb Jahre. In der Zeit haben die Journalistinnen sechs verschiedene Websites und Apps entdeckt, die allesamt auf Telegram beworben wurden. Dort gab es neben Tausenden Clips auch Live-Streams in die Hotelzimmer - ohne das Wissen der Gäste.

Traumatisierende Erfahrung

Ein Opfer hat der BBC erzählt, er habe die heimlichen Aufnahmen von sich und seiner Freundin auf einer Porno-Webseite entdeckt. Beide seien bis heute traumatisiert.

Eigentlich sind Hotelbesitzer seit letzten Jahr verpflichtet, ihr Hotel öfter auf Spy Cams zu durchsuchen. Laut BBC schlagen spezielle Detektiergeräte aber auch nicht immer an.

Eine NGO aus Hongkong berichtet, dass immer mehr Leute bei ihr Hilfe suchen, nachdem sie heimlich in einem Hotel gefilmt wurden. Telegram reagiere nie auf Bitten, Kanäle zu löschen. Die Kanalbetreiber selbst haben ohnehin wenig Interesse, etwas zu unternehmen - sie verdienen ein Vielfaches eines durchschnittlichen Monatsgehalts in China.