Faultiere sind gar nicht unbedingt faul - sie sind nur sehr langsam.

Die meiste Zeit hängen sie in Mittel- und Südamerika in Bäumen rum. Und wenn sie sich bewegen, dann im Zeitlumpentempo. Ihre Langsamkeit könnte für Faultiere in Zeiten des Klimawandels ein echtes Problem werden - davor warnen Forschende. Denn wenn es wärmer wird, brauchen die Tiere mehr Kalorien. Sie können aber nur begrenzt mehr Nahrung aufnehmen, weil ihre Verdauung extrem langsam ist - sie entleeren sich nur etwa einmal pro Woche. Außerdem haben Faultiere kaum Möglichkeiten, ihre Temperatur zu regulieren: Sie schwitzen nicht und hecheln auch nicht, wie andere Säugetiere.

Forschende sagen: Bis zum Ende des Jahrhunderts könnte es auf der Erde kaum noch Faultiere geben - gerade für die Populationen in höher gelegenen Regionen wird das Überleben schwierig. Faultiere in tieferen Gebieten haben einen Vorteil: Sie haben sich schon an höhere Temperaturen angepasst und fallen in eine Art "Sommerschlaf".