Neurodivergent - dieses Wort beschreibt Menschen, bei denen das Gehirn anders funktioniert als beim neurotypischen Durchschnitt.
Das ist zum Beispiel bei ADHS oder Autismus der Fall. Menschen mit dieser Diagnose berichten auch häufiger, dass sie gestresst sind und unzufrieden mit ihrem Leben.
Das liegt laut zwei Studien im British Journal of Psychology aber nicht direkt an ihrer Neurodivergenz. Denn die Testpersonen aus den Studien fühlten sich vor allem dann gestresster und unzufriedener als neurotypische Menschen, wenn bei ihnen drei psychologische Grundbedürfnisse nicht erfüllt waren: nach Autonomie, nach Kompetenz und nach Zugehörigkeit.
Das bedeutet laut den Forschenden andersherum auch: Wenn man Lebens- und Arbeitsbedingungen so gestaltet, dass diese Bedürfnisse erfüllt sind, können auch Menschen mit ADHS oder Autismus ein zufriedenes und entspanntes Leben führen: zum Beispiel mit flexiblen Arbeitszeiten, klarer Kommunikation, wie sie ihre Fähigkeiten weiterentwickeln können und einer guten Teamkultur.
