In Bezug auf queere Lebensweisen ist die Gesellschaft im letzten Jahrzehnt erst liberaler geworden, sagen Forschende der Potsdamer Fachstelle für geschlechtliche und sexuelle Vielfalt. Sie registriert queerfeindliche Vorfälle. In den letzten Jahren hat sich demnach das gesellschaftliche Klima wieder verschärft.
In einer Dokumentation schreiben die Forschenden, dass mit dem Erstarken konservativer, rechter und rechtsextremer Strömungen queere Lebensweisen eher abgewertet werden. Das zeigt sich in konkreten Fällen von Diskriminierung und Gewalt. Sie haben 2025 allein in Brandenburg um 17 Prozent gegenüber dem Vorjahr zugenommen. Insgesamt wurden knapp 600 Fälle von mehr als 750 Betroffenen gemeldet.
Dazu zählten am häufigsten Beleidigungen, Sachbeschädigungen, Nötigungen, Bedrohungen, Fremd-Outing und Körperverletzungen. Mehr als die Hälfte der Taten war demnach rechtsmotiviert, etwa 100 religiös-christlich und 19 Taten hatten einen religiös-muslimischen Hintergrund. Gut 50 Fälle standen mit familiären Konflikten im Zusammenhang.
Die Dokumentation soll in Kürze beim Verband AndersARTig erscheinen.
