Frieden, mentale Gesundheit, Bildung, Inflation und Umweltschutz - diese Themen sind auch jungen Menschen sehr wichtig. Aber nur knapp jede und jeder Fünfte zwischen 16 und 30 glaubt, durch eigenes Engagement etwas verändern zu können.

Zu dem Ergebnis kommt eine Befragung im Auftrag der Bertelsmann-Stiftung.

Zwar tauschte sich fast jede zweite befragte Person mit anderen über Politik aus, aber nur die wenigsten von ihnen trugen die eigene Meinung auch in die Öffentlichkeit - etwa indem sie politische Inhalte online teilen (15%) oder sich an Versammlungen beteiligen (12%). Kaum jemand hat schon einmal Kontakt mit politischen Vertretern aufgenommen. Fast die Hälfte (43%) der Teilnehmenden wusste auch nicht, wie und wo sie sich politisch engagieren könnten, abseits von Wahlen.

Die Expertin für Jugend und Demokratie bei der Bertelsmann Stiftung fordert deshalb, passgenaue und niedrigschwellige Beteiligungsmöglichkeiten für junge Menschen in ihrem Umfeld. Gerade in der Lokalpolitik müssten junge Menschen stärker in die Diskussionen eingebunden werden, gerade bei Dingen, die sie auch betreffen - etwa den Glasfaserausbau für ein schnelles Internet oder die Gestaltung von Sport- und Freizeitanlagen.