Über die Hälfte der jungen Menschen in der EU fühlt sich einsam.

Besonders betroffen sind junge Erwachsene zwischen 18 und 35 in Frankreich: Bei einer Befragung der Bertelsmann-Stiftung gab mehr als zwei Drittel (67 Prozent) an, sich moderat oder stark einsam zu fühlen. Auch in Deutschland gilt dies für jede zweite Person. Unter älteren Erwachsenen zwischen 36 und 69 sagt das hier nur etwas über ein Drittel (37 Prozent). Das zeigt, dass der Trend, der seit der Corona-Pandemie bei jungen Menschen beobachtet wird, weiter anhält.

Am wenigsten unter Einsamkeit leiden junge Niederländerinnen und Niederländer. In allen sieben untersuchten EU-Ländern sind Menschen mit niedrigem Bildungsstand stärker von Einsamkeit betroffen. Die Autorinnen und Autoren erklären das damit, dass höher gebildete Menschen möglicherweise mehr Möglichkeiten haben, um Stress zu bewältigen und soziale Beziehungen zu pflegen. Wer ein höheres Einkommen hat, kann außerdem auch mehr am sozialen Leben teilnehmen.

Die Daten für die Studie "Einsamkeit junger Menschen 2024 im europäischen Vergleich" stammen aus einer wiederholt vorgenommenen querschnittlichen Online-Befragung von Teilnehmenden aller EU-Länder. Die Daten wurden vom 15. Juni bis 1. Juli 2024 erhoben. Befragt wurden 23.536 Personen aus Europa, darunter 2.848 aus Deutschland.