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Superfoods sind vielleicht gut für den Körper, aber nicht unbedingt fürs Klima.

Zum Beispiel Chia-Samen müssen einen weiten Weg aus Südamerika zurücklegen, bevor sie in unserem Müsli oder Pudding landen. Das Problem: Chia-Samen lassen sich bisher nicht auf deutschen Äckern anbauen, weil sie erst blühen, wenn die Tage kurz werden. Bei uns ist es erst im Herbst soweit - dann erfrieren die empfindlichen Pflanzen aber.

Die Uni Hohenheim hat jetzt aber eine Chia-Sorte gefunden, die auch im deutschen Sommer blüht und deswegen auch hier angebaut werden kann. Die Sorte heißt Juana und hat auch schon eine Zulassung - laut der Uni fehlen nur noch Unternehmen, die das Saatgut im großen Stil züchten und verkaufen. Der regionale Anbau soll nicht nur das Klima schonen, sondern auch in Südamerika den Pestizideinsatz verringern und den Menschen dort ermöglichen, eines ihrer Grundnahrungsmittel wieder selbst zu essen.

Chia-Samen gelten als gesund, weil sie viele ungesättigte Fettsäuren und Ballaststoffe enthalten. So anders als die viel billigeren Leinsamen sind sie aber nicht.