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In einem durchschnittlichen Sarg dauert es je nach Bodenbeschaffenheit zehn bis 25 Jahre, bis eine Leiche verwest.

In Mölln in Schleswig-Holstein testet eine Bestattungsfirma jetzt, ob das auch in 40 Tagen klappt. Denn das soll klimaschonender sein. Die Firma hat in Mölln nach eigenen Angaben Mitte Februar eine Tote in einem sogenannten Kokon bestattet, erstmals in Europa. In den USA ist das schon seit einem Jahr möglich. Der Kokon ist ein sargähnlicher Behälter, in dem Mikroorganismen und eine spezielle Technik die Leiche in Humus verwandeln - also kompostieren.

Nach Angaben eines Kirchensprechers sollen die Überreste der ersten Leiche Ende März aus dem Kokon genommen und dann in ein 30 Zentimeter tiefes Grab gelegt werden. Der Kokon soll dann für den nächsten Toten aufbereitet werden.

Einsparmöglichkeit von einer Tonne CO2

Im Vergleich zu einer Feuerbestattung soll die "Reerdigung" eine Tonne CO2 einsparen. Das entspricht ungefähr dem Verbrauch von 5000 Kilometern Fahrt mit einem Mittelklasse-Benziner oder dem Volumen, das eine Buche in 80 Jahren aufnehmen kann.