Dieser Tauschhandel "Schönheit gegen Status" wird oft als sexistisches Klischee kritisiert. Doch aus wirtschaftlicher Perspektive scheint dieser "Tauschhandel" auf dem "Partnermarkt" tatsächlich in uns verankert zu sein. Und wie eine Forscherin im Fachjournal Economics and Human Biology schreibt, gilt das offenbar auch mit umgekehrten Geschlechterrollen und nicht nur zum Beginn einer Beziehung.
Die Wirtschaftswissenschaftlerin hat Fachliteratur ausgewertet - und Daten von fast 4.000 heterosexuellen Paaren aus den USA, aus den Jahren 1999 bis 2019. Dabei wurden Einkommensentwicklung und Attraktivität verglichen - Letztere wurde über den BMI gemessen und darüber, wie viel Sport jemand machte.
Es zeigte sich: Wenn das Einkommen eines Partners oder einer Partnerin stieg, investierte die andere Seite mehr in ihre Attraktivität - das galt nicht nur für Frauen von Gutverdienern, sondern auch für Männer von Gutverdienerinnen. Die Forscherin sagt: Diesen Effekt sehen wir wohl auch im wachsenden Markt für Männer-Kosmetik und im Boom von Fitness-Influencern.
