Wenn die amtierende Königin ihr Amt nicht mehr ausüben kann, dann wird sie abgesetzt. So passierte das nicht nur in der menschlichen Geschichte, auch bei Bienenvölkern ist das ein übliches Vorgehen.

Ein kanadisches Forschungsteam hat nun untersucht, wie dieser koordinierte Umsturz vonstattengeht. Im Fachmagazin PNAS schreibt es: Ist die Königin zum Beispiel von einem Virus befallen, dann schrumpfen ihre Eierstöcke. In der Folge kann sie weniger Eier legen und sie produziert auch weniger eines Pheromons, das die Arbeiterinnen loyal hält. Das scheint ihnen zu signalisieren, dass die Königin ihre Aufgabe nicht weiter ausüben kann.

Für wildlebende Honigbienen ist der Königinnenwechsel eine Überlebensstrategie. Für die Landwirtschaft jedoch kann das zur falschen Zeit zum Problem werden, etwa wenn es deswegen weniger Bienen gibt, die bestäuben und Honig produzieren. Das Wissen um das Pheromon, das den Umsturz einläutet, könnte man nutzen, etwa um den Königinnenwechsel bis zu einem für die Landwirtschaft günstigen Zeitpunkt hinauszuzögern.