Den Trend beobachten Migrationsfachleute schon länger. Heißt das umgekehrt, dass sich mehr Menschen nach einem Leben auf dem Land sehnen?
Das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung sagt nein. Es hat Wanderungsdaten der letzten Jahre analysiert. Wenn kleinere Städte und Gemeinden jetzt mehr Einwohner haben, liegt das eher daran, dass sich dort die Altersstruktur verändert hat: Es gibt weniger junge Erwachsene im typischen Umzugsalter. Also ziehen einfach weniger vom Land weg.
Befragungsdaten zeigten dann, dass vor allem Familien in ländliche Gemeinden ziehen. Sie suchen dort bezahlbaren Wohnraum, mehr Ruhe, Sicherheit und Natur.
Um mehr Menschen anzuziehen, könnten ländliche Kommunen aber noch eine andere Zielgruppe in den Blick nehmen, sagen die Forschenden - und zwar Leute, die im Homeoffice arbeiten.
