Ein internationales Forschungsteam wertete die Daten von über 600 Pilz-, Tier- und Pflanzenarten aus gut 35 Jahren aus. Heraus kam: bei rund zwei Dritteln der untersuchten Populationen ging die genetische Vielfalt zurück.
Das ist ein Problem. Denn je genetisch vielfältiger eine Art ist, desto anpassungsfähiger ist sie. Und desto höher sind ihre Überlebenschancen.
Gezielte Maßnahmen könnten den Verlust der Biodiversität verlangsamen oder ihn sogar umkehren, sagt einer der Studienautoren. Zum Beispiel, indem man Lebensräume wiederherstellt, invasive Arten bekämpft oder Tiere zwischen verschiedenen Populationen austauscht. Damit war man etwa beim Skandinavischen Polarfuchs erfolgreich.
Die Forschenden sagen, dass man aus den Erfolgen lernen und sie dann auf bislang ungeschützte Arten übertragen sollte. Bei der Hälfte der untersuchten Tiere, Pflanzen und Pilze werden bislang keine Schutzmaßnahmen ergriffen.
