Das hat ein internationales Forschungsteam untersucht, am Beispiel von Stickstoff. Der Nährstoff sorgt bei Pflanzen dafür, dass Blätter und Stängel wachsen. Wenn damit allerdings Felder gedüngt werden, nehmen Pflanzen oft nur die Hälfte des Stickstoff-Düngers auf. Vom Rest sickert viel in Grundwasser und Gewässer - und kann dort Lebewesen schädigen und Algenblüten hervorrufen. Und im Boden trägt der übrige Stickstoff dazu bei, dass sich klimaschädliches Lachgas bildet. Das alles wollen die Forschenden verbessern.
Sie schreiben im Fachmagazin Plant Cell: Offenbar reagieren bestimmte Gene in den Pflanzen auf Stickstoff - und dann signalisiert ein bestimmtes Protein, wenn die Pflanze genug davon hat. Wenn man dieses Protein verändert, könnten sozusagen "gefräßige" Pflanzensorten gezüchtet werden, die mehr vom Stickstoff aus dem Boden aufnehmen. Dann müsste auch weniger gedüngt werden.
