Alle Lebewesen auf unserer Erde sind einmal im Wasser entstanden - und viele sind dann nach und nach aufs Land übergesiedelt. Da ist sich die Forschung einig.

Aber - einige Lebewesen, darunter Pflanzen, haben dafür ganz schön lange gebraucht. Schon vor rund 2,7 Milliarden Jahren konnten wasserlebende Cyanobakterien Fotosynthese betreiben. Die ersten Landpflanzen gab es nach aktuellen Kenntnissen aber erst gut zwei Milliarden Jahre später. Warum? Darauf hat ein Geologen-Team aus den USA jetzt vielleicht die Antwort gefunden.

Die Forscher haben die Ozonschicht rund um die Erde im Verdacht. Die Ozonschicht wirkt wie ein Schutzschild gegen UV-Strahlung - allerdings hat sie sich erst im Verlauf der Jahrmillionen gebildet. Die Forschenden vermuten, dass es zu Beginn eine höhere Konzentration des ozon-abbauenden Stoffes Iod in der Atmosphäre gab. Sie haben analysiert, wie sich das auf die Ozonschicht ausgewirkt haben könnte - und kommen zum Ergebnis, dass diese bis vor 500 Millionen Jahren oft zu schwach war, um genug vor Sonnenstrahlung zu schützen.

Das Forschungs-Team geht deswegen davon aus, dass Pflanzen und andere komplexe Organismen erst danach den Schritt an Land wagten - also quasi abgewartet haben, bis die Ozonschicht stabil genug ist.