Plus rechnen geht noch, minus ist schon schwerer - so sehen das Giraffen auch.

Im Zoo von Barcelona mussten vier Giraffen in einem Test Kopfrechnen. Dafür wurden ihnen zwei Behälter gezeigt mit unterschiedlich vielen Karottenstücken. Die Behälter wurden geschlossen und dann gab es noch mal einen Schwung Karotten für einen der Behälter - die Giraffe musste also nun im Kopf rechnen, wo am meisten drin ist und sich dann entscheiden.

Das haben die Giraffen so oft richtig gemacht, dass es kein Zufall mehr sein kann, schreiben die Forschenden in ihrer Studie in den Scientific Reports. Wurden aber Karotten wieder rausgenommen, also Subtraktion statt Addition, dann scheiterten die Tiere.

In freier Wildbahn hilft ihnen das Rechenverständnis möglicherweise dabei, eine größere Herde in kleine Gruppen aufzusplitten und dann zu entscheiden, in welche Richtung sie sich aufmachen, um ausreichend Futter zu finden.

Dabei sind Giraffen nicht die einzigen Tiere, die ein Zahlenverständnis haben. Auch Affen, Vögel und Fische haben schon erfolgreich Rechentests gemacht.