Sie ist eine von drei Nager-Arten, die sich an das Leben in menschlichen Siedlungen angepasst hat - und so von deren Nahrungsquellen und Transportwegen profitiert. Forschende unter anderem aus Deutschland haben per Genanalyse untersucht, wie es der Hausratte gelungen ist, sich durchzusetzen. Dazu verglichen sie die Genome von Rattenfunden weltweit, die bis auf das erste Jahrhundert zurückgehen.
Heraus kam, dass die alten Römer und Römerinnen wohl den entscheidenden Anteil am Erfolg der Hausratte hatten. Mit ihren Besiedlungen und Handelswegen setzte sich auch die Hausratte bis nach Serbien und Großbritannien durch. Mit dem Zusammenbruch des Römischen Reiches verschwand sie kurzzeitig und setzte sich im Mittelalter wieder durch, diesmal bis nach Finnland.
Inzwischen wurde die Hausratte in Europa von der Wanderratte verdrängt. Die Forschenden sagen, dass ihre Studie Aufschluss auch über die Migration von Menschen geben kann.
