Eine Prothese für Menschen, die ihre Stimme verloren haben - wäre das möglich?
Im Fachmagazin Nature sagen zwei Forscher der UC San Francisco: Das geht. Das Problem bisher: Forscher schauen sich die Signale an, die in unserem Hirn beim Sprechen entstehen, und versuchen die direkt in Sprache zu übersetzen. Unser Gehirn gibt aber mit diesen Signalen eigentlich nur mechanische Anweisungen an unseren Sprechapparat also Mund, Lippen, Kiefer, Zunge. Die werden dann entsprechend bewegt und erst dann entsteht Sprache. Eigentlich sendet das Gehirn also keine Geräuschanweisungen, sondern mechanische Anweisungen.
Also haben die Forscher sich die Signale im Sprachzentrum des Gehirns bei Patienten angeschaut, die normal sprechen können. Dann haben sie einem Algorithmus beigebracht, diese Signale zu entschlüsseln und in mechanische Anweisungen zu übersetzen. Dann haben sie eine Art virtuellen Sprechapparat im Rechner nachgebaut. Die entschlüsselten mechanischen Anweisungen werden vom virtuellen Sprechapparat ausgeführt - so fängt die Computerstimme an zu sprechen. Das klappt bisher schon ganz gut - fast die Hälfte der Sätze haben Befragte beim Hören richtig verstanden. Bis das System praxistauglich ist, wird es wohl noch einige Jahre dauern.
