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Die 20-Uhr-Tagesschau im Ersten schalten jeden Tag im Schnitt zehn Millionen Menschen ein, für viele Deutsche ist sie die Nachrichtensendung überhaupt.

Grund genug für einen Forscher der Uni Heidelberg, mal zu checken, wie die Tagesschau im vergangenen Jahr über Auslandsthemen berichtet hat. Ergebnis: Die Berichterstattung hat sich stark auf den Westen und den Nahen Osten konzentriert. Der Forscher hat anderswo auf der Welt viele blinde Flecken festgestellt. Bedeutende globale Konflikte seien nur am Rande behandelt worden, zum Beispiel die Lage im Bürgerkriegsland Jemen. Diese Krise, die die Uno aktuell als schlimmste der Welt einstuft, sei letztes Jahr nur in 27 Beiträgen der Tagesschau-Hauptsendung vorgekommen. Ein anderes vernachlässigtes Thema ist demnach die Hunger-Katastrophe in der Tschadsee-Region, in Ostafrika und dem Kongo. Dabei seien davon fast 32 Millionen Menschen betroffen. Auch Staaten aus Lateinamerika oder Südasien schafften es kaum in die Tagesschau.

Auch der Deutschlandfunk und die Initiative Nachrichtenaufklärung weisen jedes Jahr auf Themen hin, die gesellschaftliche Bedeutung haben, aber kaum beachtet werden. Die Liste der "Vergessenen Nachrichten" wird im Februar bekanntgegeben.