Heißt: Wir haben gar kein genaues Bild von der Biodiversität unserer Meere. Darauf macht jetzt nochmal eine Studie von einer Wissenschaftlerin der Senckenberg-Gesellschaft für Naturforschung aufmerksam. Sie hat rund 48 Millionen Datensätze zum Vorkommen von Meereslebewesen ausgewertet. Insgesamt sind darin Infos zu mehr als 184.000 Arten.
Und dabei fiel auf: Gerade aus der Tiefsee unterhalb von 200 Metern Tiefe gibt es praktisch keine verwertbaren Daten zur Artenvielfalt. Auch bei der Erfassung von Arten in den artenreichen tropischen und polaren Regionen mangelt es laut der Forscherin. Das bedeutet, dass große Teile der Ozeane kaum "sichtbar" sind. In einigen Fällen werden Hotspots, wo vielleicht besonders viele Arten leben, eventuell gar nicht bemerkt.
Die Forscherin sagt: Die wirkliche Vielfalt des Lebens im Meer lässt sich nur realistisch erfassen und dann auch schützen, wenn man diese Lücken schließt - das gehe nur, indem weltweit in Forschungsprogramme investiert und mehr international zusammengearbeitet wird.
