Es gibt ja Dinge, die sind so normal, da denkt man überhaupt nicht drüber nach. Blut zum Beispiel. Klar, kennt man, aber wie hat sich das überhaupt entwickelt?

Der Frage sind Forschende unter anderem der Kyoto Universität in Japan nachgegangen. Und sie haben eine Millionen Jahre lange Geschichte der Blutzellen nachgezeichnet. Fast alle Tiere haben diese Zellen. Ihren Ursprung sehen die Forschenden in einem einzelligen Vorfahren, der vor 700 Millionen Jahren lebte. Blut- und Immun-Zellen, die in unserem Körper zirkulieren, haben sich daraus entwickelt. Am Anfang sollen Zellen gestanden haben, die heutigen Makrophagen ähnelten. Die sind ein wichtiger Bestandteil unseres Immunsystems. Daraus entwickelten sich den Forschenden zufolge Mastzellen, woraus wiederum T-Zellen und Rote Blutkörperchen entstanden.

Die Forschenden hoffen, jetzt auch besser verstehen zu können, wie sich bestimmte Krankheiten wie Krebs entwickelt haben.