Ginkgo im Tee, Algen in Kapseln oder Pilzextrakte in Pulverform - das alles lässt sich zusammenfassen unter dem Begriff "Botanicals".

Und die landen immer häufiger in Nahrungsergänzungsmitteln. Weil sie natürlich sind, klingen sie gesund. Fachleute - unter anderem von der Uni Münster - warnen jetzt aber: Sie sehen Probleme bei Sicherheit und Qualität.

Bisher keine Sicherheitsprüfung

Eine Gruppe aus den Bereichen Medizin, Wissenschaft und Verbraucherschutz hat einen Brief an mehrere Bundesministerien geschrieben, über den die Deutsche Presse-Agentur berichtet. Die Unterzeichnenden kritisieren, dass es zu wenige Regeln für Botanicals gibt. Bisher müssen Hersteller ihre Produkte nur beim Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit in ein Register eintragen lassen. Eine Sicherheitsprüfung gibt es nicht.

Alleine letztes Jahr sind in Deutschland über 30.000 solcher Nahrungsergänzungsmittel neu angemeldet worden. In anderen Ländern gibt es schon strengere Vorschriften, zum Beispiel in Frankreich, Belgien und der Schweiz.