Sie verschießt ihre Samen geradezu explosionsartig um sich herum. Und das mit einer Geschwindigkeit, wie sie Botaniker bei Pflanzen sonst nicht kennen. Forschende haben die Zierpflanzen dabei mit High-Speed-Kameras beobachtet - und den Samenauswurf im Fachmagazin PNAS beschrieben.
Zuerst richtet die Spritzgurke den Abschusswinkel aus. Die hängenden Früchte werden dafür Tage vorher angewinkelt. Und zwar hydraulisch, also über Samenflüssigkeit, die sich unterschiedlich in Früchten und Stiel verteilt. Für den Abschuss selbst zieht sich dann der Stiel ruckartig zurück. Das löst das Gürkchen, und dort, wo es am Stiel fest war, entsteht eine Öffnung. Aus der schießen die Samen blitzschnell heraus. Das funktioniert über den großen Druckunterschied zwischen Innen und Außen. Und weil sich die Frucht im Fallen auch noch dreht, werden die Samen gleichmäßig rundum verteilt - bis zu zwölf Meter weit. Die Forschenden vermuten, dass dieser weite Radius den Nachkommen helfen soll, weniger Konkurrenzdruck beim Aufwachsen zu haben.