Zehn Kubikkilometer Erde - so viel haben Termiten im Nordosten Brasiliens mittlerweile verwendet, um damit riesige Hügel zu bauen.

Dort haben sich im Laufe der Zeit Hügel gebildet, die rund zweieineinhalb Meter hoch sind und bis zu neun Meter breit. Es sind nicht die Nester der Insekten, sondern eine Art Abraumhalde. Dort liegt das Erdreich, das anfällt, wenn die Termiten ihr unterirdisches Tunnelsystem bauen. Auf einer Fläche von fast der Größe Großbritanniens finden sich rund 200 Millionen solcher Erdhügel.

Ein Forschungsteam hat sich die jetzt genauer angesehen und beschreibt das im Fachmagazin Current Biology. Es nahm Proben aus dem Inneren der Hügel und stellte fest, dass die Hügel 700 bis 3800 Jahre alt sind.

Die Wissenschaftler wollen die Laub fressenden Termiten noch weiter erforschen, auch weil in der Region noch nie die Kammer einer Termitenkönigin entdeckt wurde.