Braune Zwerge gelten in der Astronomie als gescheiterte Sterne.

Denn ihre Masse ist zu gering, als dass in ihrem Inneren Kernfusion mit Wasserstoff ablaufen könnte. Für andere Fusionsprozesse reicht es aber doch und dadurch leuchten Braune Zwerge wenigstens etwas.

Jetzt gibt es Neues zu einer Berühmtheit unter diesen astronomischen Objekten: Gliese 229B war Mitte der 90er Jahre der erste eindeutig identifizierte Braune Zwerg. Laut einer Studie im Fachmagazin "Nature" ist er aber nicht nur ein Zwerg, sondern gleich zwei, quasi ein Zwilling.

Den Forschenden zufolge war das bisher nicht zu erkennen, weil die beiden Objekte einen so geringen Abstand zueinander haben. Enthüllt wurden die Braunen Zwerge mit zwei besonders hochauflösenden Instrumenten vom Very Large Telescope der Europäischen Südsternwarte in Chile.

Damit ist auch ein Rätsel um Gliese 229B gelöst. Denn für ein Einzelobjekt wäre seine Masse ungewöhnlich hoch, für einen Zwillingszwerg dagegen nicht.