Möwen, die während einer Brutzeit besonders viel Energie verbrauchen, legen später längere Zugstrecken zurück und ziehen im folgenden Jahr mehr Nachwuchs groß. Doch all der Aufwand hatte auch Folgen: Sie überlebten seltener als andere Artgenossen mit entspannterer Brutzeit.
Das zeigt eine Studie in einem Fachmagazin der Royal Society. Für die haben Forschende von 2021 bis 2024 rund 250 Dreizehenmöwen auf einer Insel vor in Alaska beobachtet.
"Energetische Flexibilität"
Die Wissenschaftler untersuchten drei Gruppen. Eine blieb unbeeinflusst, die andere bekam Zusatzfutter für Küken, und bei einigen Vögeln erhöhten die Forschenden den Energieaufwand fürs Fliegen, indem sie Federn kürzten.
Für die Forschenden zeigt sich bei den Möwen eine „energetischer Flexibilität“ – der Fähigkeit, Energie zwischen Fortpflanzung, Überleben und Zugverhalten nach Bedarf zu verteilen. Das könnte für Seevögel aufgrund der Veränderungen im Ozean und im Weltklima immer wichtiger werden.
Dreizehenmöwen kommen auch an der Nordsee vor.
