Ein Zwischenbericht zum Cannabisgesetz kommt zu dem Schluss, dass seitdem kein Anstieg des Konsums erkennbar ist, der auf die Reform zurückgeführt werden kann. Demnach stammt ein wachsender Anteil des konsumierten Cannabis aus legalen Quellen. Es gibt Hinweise darauf, dass der Schwarzmarkt etwas an Bedeutung verliert - allerdings sei es noch zu früh für eine abschließende Bewertung. Gleichzeitig berichtet die Polizei, dass es schwieriger geworden ist, gegen den illegalen Handel vorzugehen.
Die Studie nennt noch weitere Probleme: Beispielsweise werden im medizinischen Bereich immer mehr Präparate mit hohem Wirkstoffgehalt verschrieben – ohne ausreichende wissenschaftliche Grundlagen. Das könnte die gesundheitlichen Risiken erhöhen. Außerdem nehmen Jugendliche heute seltener Angebote zur Suchtprävention wahr.
Die Forschenden sehen deshalb in mehreren Bereichen Bedarf für Nachbesserungen am Gesetz.
