Diese Reise war kurz, aber bedeutend: Dienstag wurde zum ersten Mal überhaupt Antimaterie außerhalb eines Labors transportiert. Und zwar eine Strecke von fünf Kilometern - nämlich beim Europäischen Kernforschungszentrum Cern in Genf übers Gelände.
Am Cern werden in einem Teilchenbeschleuniger kleinste Mengen Antimaterie produziert, um mehr über den Ursprung unseres Universums rauszufinden. Bisher können diese Antimaterie-Teilchen nur im Cern selbst untersucht werden, obwohl's dafür noch bessere Speziallabore gibt. Da müssten sie aber erstmal hintransportiert werden. Und wie das gehen könnte, wurde am Dienstag getestet.
Dafür wurden die Antimaterie-Teilchen in eine Penning-Falle eingesperrt: eine Art kleiner Stapel Ringe, in dem ein starker Magnet die Teilchen in einem Vakuum in Schwingung hält. Das ganze erfolgt bei -280°C. Das alles war in einem Container drin, der vorsichtig auf einem LKW transportiert wurde. Zwei Test-Runden haben die Forschden damit gedreht und sagen: Das war ein voller Erfolg! In ein paar Jahren sollen also größere Mengen Antimaterie zu Laboren transportiert werden.
