Als die Europäer nach Nordamerika und Südamerika gekommen sind, haben sie auch einige Krankheitserreger mitgebracht: unter anderem die Pocken.

Den bisher stärksten Beweis dafür hat ein Forschungsteam jetzt gefunden - nämlich in der DNA alter Mumien in Chile. Die Studie im Fachmagazin Science wird von unbeteiligten Forschenden als "Meilenstein" bezeichnet. Denn bisher gab's nur historische Berichte zur Einschleppung der tödlichen Krankheit, aber keinen molekularen Beweis. Den liefert jetzt diese Studie((, weil der entdeckte Pockenstamm besonders eng mit alten europäischen Linien verwandt ist)).

Die Forschenden haben zwei mumifizierte Körper untersucht - vermutlich Inka - die irgendwann zwischen den Jahren 1492 und 1631 gestorben sind und auf indigene Art bestattet wurden. Dabei wurden ihre Leichen in mehrere Lagen Stoff gewickelt, begraben und durch die Wüstenumgebung mumifiziert. Laut der Studie ist die Haut der beiden erkennbar durch die Pocken verkrustet. Die Krankheit tötete damals Millionen indigener Menschen.