Pinguine verfangen sich oft in Fischernetzen - und verletzen sich dabei.

Das Problem: Ihre Wunden können sich danach im Meer leicht entzünden. Forschende in Chile haben jetzt einen Therapie-Anzug entwickelt, extra für verletzte kleine Pinguine - konkret für Humboldt- und Magellan-Pinguine. Die Anzüge wurden am Humboldt Conservation Center an der Nordküste von Chile getestet, das sich um verletzte Pinguine kümmert. Im Stoff der Anzüge sind kleine Zink- und Kupferpartikel - die sollen dabei helfen, das Wachstum von Bakterien, Pilzen und Milben während der Heilung zu verhindern. Zink fördert außerdem die Bildung neuer Blutgefäße.

In Chile leben etwa 80 Prozent der weltweiten Humboldt-Pinguin-Population. Geschätzt ist ihre Zahl von etwa 45.000 in den 1990ern auf weniger als 20.000 zurückgegangen. Sie werden auf der Roten Liste als gefährdet eingestuft.