0 hat gar keine Schärfe, Rekordhalter ist die Chili-Sorte Pepper X mit fast 2,7 Millionen Scoville-Einheiten. Für die Einstufung wird die Konzentration von Capsaicin gemessen, einer chemischen Verbindung in den Chilischoten. Aber: Die Scoville-Skala ist wohl etwas "unscharf".
Bisher dachte man: Je höher die Capsaicin-Konzentration, desto mehr brennt es auf der Zunge oder im Hals. Ein Experiment von Forschenden der Ohio State Uni widerlegt das aber. Die Forschenden gaben Testpersonen verschiedene Tomatensaftproben zu trinken, die mit unterschiedlichen Chilisorten gewürzt waren - aber nach der Scoville-Skala alle gleich scharf waren. Die Testleute nahmen sie aber als unterschiedlich scharf wahr.
Das liegt laut den Forschenden daran, dass manche Chilisorten Stoffe enthalten, die Schärfe abmildern. Aus diesen mildernden Inhaltsstoffen könnte man vielleicht ein "Anti-Gewürz" entwickeln, gegen zu scharf geratenes Essen. Außerdem wären neuartige Schmerzmittel denkbar, die auf den abmildernden Stoffen aus den Chilis basieren.
