Seit Jahren bekommen Frauen in China weniger Kinder. Jetzt ist die Geburtenrate in dem Land wieder gesunken.
Je 1.000 Einwohner kamen nur noch gut 5,6 Kinder zur Welt. Die Nachrichtenagentur Reuters meldet mit Verweis auf Chinas Statistikamt, dass das so wenig ist wie noch nie, seit die Volksrepublik 1949 gegründet wurde. Zum Vergleich: Bei uns in Deutschland sind es gut 8 Kinder pro 1.000 Einwohner.
Konsequenzen der Ein-Kind-Politik
Auch die Bevölkerung ist letztes Jahr weiter geschrumpft. Chinas alternde Gesellschaft ist unter anderem Folge der Ein-Kind-Politik: Die Regel, dass Familien nur ein Kind haben durften, wurde Ende der 70er Jahre eingeführt, um das Bevölkerungswachstum zu bremsen. Vor zehn Jahren wurde sie wieder aufgehoben. Seitdem setzt sich die Regierung für mehr Geburten ein. In den letzten Jahren sind Zuschüsse und Steuervorteile für Familien eingeführt worden - und seit kurzem sind auch Kondome teurer. Bisher hatten solche Maßnahmen allerdings wenig Erfolg.
