Wie allerdings wichtige Wälder, besonders im Amazonas-Gebiet Südamerikas, auf die Veränderungen reagieren, ist eine offene Frage. Gefährdet sind sie zum Beispiel durch längere Trockenzeiten und häufigere und heftigere Waldbrände. Bäume profitieren allerdings auch von mehr CO2 in der Atmosphäre: Sie bekommen dadurch einen Wachstumsschub - wie durchs Düngen. Das schreibt ein internationales Forschungsteam im Fachmagazin Nature Plants.
Es hat Daten von verschiedenen Stellen im gesamten Amazonasbecken ausgewertet, aus bis zu 30 Jahren. In dieser Zeit ist die CO2-Konzentration in der Atmosphäre um fast ein Fünftel gestiegen. Gleichzeitig sind an den untersuchten Stellen mehr Bäume gewachsen und sie sind auch größer geworden. Das deutet laut den Forschenden daraufhin hin, dass negative Auswirkungen des Klimawandels bisher abgemildert wurden, durch diesen CO2-Düngungseffekt. Ob das so in Zukunft weitergeht, ist unklar.
