Forschende, unter anderem von der Ruhr-Universität Bochum, wollten das genauer untersuchen und haben mehr als 500 Menschen in Deutschland zu ihrer Handynutzung befragt - während der Corona-Zeit im Frühjahr 2021. Dabei stellten sie fest: Besonders viel waren diejenigen am Smartphone, die eher Angst hatten, etwas zu verpassen und negativere Gedanken hatten. Diejenigen, die ihr Smartphone sehr lange am Tag nutzten, hatten auch eher das Gefühl von Kontrollverlust. Kontrollverlust, die Angst, etwas zu verpassen, und negative Gedanken verstärkten sich gegenseitig.
Handy gut für soziale Kontakte und Routinen
Die Forschenden sagen: Das Handy kann helfen, soziale Kontakte aufrechtzuerhalten und tägliche Routinen zu haben. Problematisch werde die Nutzung, wenn dadurch Beziehungen leiden oder die Arbeit oder die körperliche und mentale Gesundheit beeinträchtigt werden. Sie sagen, dass Menschen sich eine problematische Nutzung oft nicht eingestehen wollen.
Ein Tipp von ihnen ist: Sport machen, weil das vom Smartphone ablenke. Eine Studie, an der die Forschenden gerade arbeiten, deutet nach Angaben der Studien-Autorin darauf hin, dass Sport das Kontrollempfinden zurückbringen kann.
Frühere Studien haben gezeigt, dass die Smartphone-Nutzung in der Pandemie stark gestiegen ist. Die Befragten in der Ruhr-Uni-Studie nutzten ihr Handy im Schnitt dreieinviertel Stunden pro Tag.
