Vor 252 Millionen Jahren starben beim "Großen Sterben" 96 Prozent aller Meeresarten. Aber eben nicht alle!

Warum manche Tierarten das größte Massenaussterben der Erdgeschichte überlebt haben, hat ein internationales Forschungsteam jetzt genauer untersucht. Dafür verglich das Team in Experimenten heutige Vertreter verschiedener Tiergruppen.

Entscheidend war offenbar, wie gut ihr Stoffwechsel mit warmem, sauerstoffarmem Wasser zurechtkam. Arten, die besonders empfindlich auf diese Kombination reagierten, starben deutlich häufiger aus. Weniger empfindliche Tiergruppen wie Muscheln und Schnecken überlebten dagegen häufiger und prägen die Meere bis heute.

Die Forschenden schreiben im Fachmagazin PNAS, dass Ozeanerwärmung und Sauerstoffmangel damit wohl die wichtigsten Ursachen für das Massenaussterben waren. Bisher galt vor allem die Versauerung der Meere als Hauptgrund. Laut der aktuellen Studie hat die vermutlich nur eine kleinere Rolle gespielt.

Die Ergebnisse könnten auch helfen, besser vorherzusagen, welche Meeresarten durch den heutigen Klimawandel besonders gefährdet sind.