Sex auf dem offenen Meer: Paarungswillige Delfine müssen dieses Kunststück vollbringen.
Kanadische Forscher sind jetzt der Frage nähergekommen, wie die Delfine das hinkriegen. Dafür haben die Wissenschaftler die Geschlechtsteile von toten Großen Tümmlern gesammelt. Die haben sie gewissermaßen aufgepumpt, um damit Versuche im Computertomografen machen zu können.
Es zeigte sich, dass die Vagina der Weibchen ziemlich verwinkelt und gewunden ist - der Penis des männlichen Tümmlers muss also um mehrere Ecken rum. Das hat unter anderem den Vorteil, dass die Gebärmutter des Weibchens besser vor eindringendem Wasser geschützt ist. Damit der Sex klappt, muss das Männchen sich dem Weibchen laut den Forschern außerdem in einem bestimmten Winkel nähern.
Der Zweck dieser Forschungsarbeit? Unter anderem könnten Techniken der künstlichen Befruchtung bei Meerestieren verbessert werden, weil man jetzt genauer sagen kann, welche Teile des weiblichen Geschlechtsorgans stimuliert werden müssen, damit es zu einer Befruchtung kommt.
