In Deutschland und vielen anderen Ländern werden weniger Kinder geboren als früher.

Damit die Bevölkerung nicht schrumpft, müsste es im Schnitt 2,1 Kinder je Frau geben. In Deutschland lag die Geburtenrate letztes Jahr aber nur bei 1,3. Und weltweit sieht es zum Teil noch schwieriger aus - wie eine Analyse der Österreichischen Akademie der Wissenschaften zeigt. Demnach leben inzwischen rund zwei Milliarden Menschen in Ländern, in denen die Geburtenrate sogar unter 1,3 liegt - zum Teil auch schon seit Längerem.

So ein demographischer Wandel bringt weitreichende Problemen für Gesellschaften, die Wirtschaft und Sozialsysteme. Eine wichtige Ursache ist laut Studie Unsicherheit darüber, was die Zukunft bringt - in Zeiten von Krisen, Krieg und Klimawandel. Oft wird Nachwuchsplanung auch auf später im Leben verschoben, z.B. aus Geldgründen. Zum Gegensteuern braucht es den Forschenden zufolge eine bessere Kinderbetreuung, bezahlbaren Wohnraum, sichere Arbeitsplätze und Teilzeitmöglichkeiten.