Die Mehrheit der demokratischen Parteien geht keine Kooperationen mit der AfD ein, aber die sogenannte Brandmauer hat Risse.

Das ist das Ergebnis einer Studie des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung. Darin wurde untersucht, wie oft in ostdeutschen Landkreisen und kreisfreien Städten von Mitte 2019 bis Mitte diesen Jahres mit der AfD zusammengearbeitet wurde.

Die Studie hat ergeben, dass etwa 80 Prozent der Anträge, die von der AfD gestellt wurden, nicht von anderen Parteien unterstützt. In knapp 20 Prozent der Fälle hat es aber Kooperationen gegeben, es hat also mindestens ein Nicht-AfD-Abgeordneter einem AfD-Antrag zugestimmt. Die meisten davon gab es in Sachsen-Anhalt, gefolgt von Sachsen. Meistens waren es fraktionslose Abgeordnete oder Abgeordnete kleinerer, konservativer oder rechter Parteien, die für Anträge der AfD stimmten.

Die AfD gilt in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen vom Verfassungsschutz als gesichert rechtsextrem eingestuft.