Wie hängen Demokratie und Einkommen zusammen? Das wollten Forschende der Unis Bamberg und Nürnberg genauer wissen. Sie haben sich angesehen, ob das Vertrauen in demokratische Institutionen in Deutschland wächst, wenn das Einkommen steigt - vor allem im Niedriglohnbereich.

Gerade bei Menschen, die weniger als 12 Euro pro Stunde verdienten, gab es zwischen 2019 und -23 große Lohnzuwächse, im Schnitt bekamen sie rund 18 Prozent mehr Geld. Das verbesserte aber in diesem Zeitraum nicht ihr Vertrauen in die Demokratie, im Gegenteil: Institutionen wie politische Parteien, die Bundesregierung, das Bundesverfassungsgericht oder die Polizei wurden schließlich sogar schlechter bewertet. Das traf auch zu auf Menschen, die damals deutlich über dem Mindestlohn bezahlt wurden. Auch sie wurden demokratie-skeptischer, obwohl auch sie im Schnitt mehr Geld bekamen.

Die Forschenden sagen, dass eine verbesserte wirtschaftliche Situation nicht allein entscheidend ist, um das Verhältnis zur Demokratie zu verbessern. Allerdings waren die Befragungsjahre auch geprägt von der Corona-Pandemie und wirtschaftlichen und politischen Krisen. Das könnte die positiven Effekte von mehr Einkommen überlagert haben.

Die Daten stammen von jährlichen Befragungen von rund 15.000 Personen aus 10.000 Haushalten in Deutschland.

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