Das Internet ist heutzutage kaum noch wegzudenken. Für die meisten von uns vergeht wohl kaum ein Tag, an dem wir nicht wenigstens kurz online sind.

Aber exzessive Social-Media-Nutzung, Games oder Online-Shopping können zu krankhaftem Überkonsum und Suchtverhalten führen - und dann den Alltag spürbar beeinträchtigen. Ein Forschungsteam an der Uni Duisburg-Essen hat mit 900 Erwachsenen untersucht, wie Leute in so eine problematische Internetnutzung hineingeraten.

Eine zentraler Faktor ist laut der Studie im Fachmagazin Plos One die "Versuchung" - ein subjektiv empfundener Drang, online gehen zu wollen. Der wird in bestimmten Situationen so stark, dass es schwierig wird zu widerstehen, zum Beispiel wenn Leute Stress abbauen und ihre Laune aufhellen wollen. Das allein muss erst mal nicht schlecht sein. Um echtes Suchtverhalten zu therapieren, kann es laut den Forschenden helfen, solche Momente der Versuchung zu erkennen.