Das sagt der Deutsche Jagdverband. Jägerinnen und Jäger hätten im letzten Frühjahr auf einem Quadratkilometer Feld, Wiese oder Acker im Schnitt 19 Feldhasen gezählt. Das ist der höchste Wert seit der Jagdverband Feldhasen bundesweit überwacht - also seit mehr als 20 Jahren. Für dieses Frühjahr gibt es noch keine Angaben.
Feldhasen gelten als gefährdet. Ihr Lebensraum ist massiv geschrumpft - vor allem wegen der intensiven Landwirtschaft. Fachleute sagen, dass das weiterhin ein Problem ist. Dass die Population aber trotzdem wieder wächst, hat laut Jagdverband auch mit dem Klimawandel zu tun. Die Frühjahre seien milder und trockener geworden: Bei so einem Wetter würden mehr der dann frisch geborenen Feldhasen überleben.
Feldhasen gibt es im Prinzip überall in Deutschland - auch in Städten. Aber: Zwischen den sechs deutschen Großlandschaften gibt es Unterschiede bei den Beständen. Am dichtesten ist die Population im nordwestdeutschen Tiefland - also von der dänischen Grenze bis ins nördliche Rheinland. Vergleichsweise wenig zu finden sind die Feldhasen im nordostdeutschen Tiefland.
