Die Betreiber von großen Social-Media-Plattformen lassen sich wohl nicht so gern in die Karten gucken.

Das kritisieren rund 20 Social-Media-Forschende aus mehreren Ländern. Sie haben dem Deutschlandfunk gesagt, dass es für sie schwierig ist, auf Nutzungsdaten von Plattformen wie X, Facebook und Instagram zuzugreifen. Dabei hat die Forschung durch ein EU-Gesetz eigentlich Anspruch auf solche Infos - damit sie zum Beispiel gesundheitliche Folgen der Nutzung von Sozialen Medien oder Wahlbeeinflussung untersuchen können. In der Praxis gibt es laut den Fachleuten aber viele Hürden: komplizierte Antragsverfahren bei den Internetkonzernen, lange Wartezeiten und unvollständige Daten.

So könnten unter anderem Hassrede und Falschinformationen nicht gut erforscht werden, warnen die Forschenden*. Und dadurch fehlt dann auch der Politik die nötige Faktenbasis für Entscheidungen. Die Forschenden wollen, dass das EU-Gesetz strenger durchgesetzt wird.