Diesen Sommer sind bei Badeunfällen in deutschen Gewässern so viele Menschen gestorben wie seit Jahren nicht mehr.

Nach Angaben der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft sind bis zum Stichtag im September 353 Badetote erfasst worden. Letztes Jahr waren es im gleichen Zeitraum 75 weniger. Die meisten Todesfälle gab es laut DLRG in Flüssen und Bächen, gefolgt von Seen und Teichen. Dadurch sticht ein Bundesland mit beliebten Seen hervor: Bayern. Allein dort starben im laufenden Jahr 58 Menschen bei Badeunfällen. Die zweitmeisten waren es in Nordrhein-Westfalen (52), gefolgt von Baden-Württemberg (41).

Unvorsichtigkeit und Herz-Kreislauf-Probleme

Die DLRG-Präsidentin sagt, dass Leute beim Baden oder beim Wassersport immer wieder nicht vorsichtig genug waren. Auffällig ist, dass insbesondere der Anteil der Ertrunkenen über 50 Jahren gestiegen ist. Die DLRG sieht hier als mögliche Ursache die hohen Temperaturen in diesem Sommer - die belasten den Körper von Älteren zusätzlich. Und Herz-Kreislauf-Probleme sind im Wasser besonders gefährlich.