1888 wurden im Londoner East End fünf Frauen ermordet, ihre Körper verstümmelt. Die Polizei bekam danach Bekennerschreiben, in denen der Absender sich über sie lustig macht und mit "Jack the Ripper" unterschreibt. Bis heute ist unklar, ob die Briefe wirklich vom Täter stammten - der Mörder wurde nie gefasst.
Die Nachfahrin eines der Opfer will neue Bewegung in den Fall bringen. Sie hat in einem Interview gefordert, dass die Polizei die Ermittlungen wieder aufnimmt. Ihre Vorfahrin - Catherine Eddowes - wurde am 30. September 1888 umgebracht.
Spuren am Schal
Ihr Name sorgte schon mal für Aufsehen: Vor Jahren erklärte ein Forscher, er habr mithilfe von DNA-Spuren einen Täter identifiziert - einen Frisör, der aus Polen nach London gekommen war. Die DNA-Spuren stammten von einem Schal, der am Tatort gefunden worden war. Der Autor gab an, dass die DNA mit der von Nachfahren des Opfers UND der von Nachfahren des mutmaßlichen Täters übereinstimmt - und fordert immer noch von der Polizei neue Untersuchungen. Darauf steigt jetzt auch die Nachfahrin der getöteten Catherine ein.
In der Wissenschaft sind die Recherchen allerdings umstritten. Denn: Sie wurden in keiner Fachzeitschrift veröffentlicht, also nicht von unabhängiger Seite wissenschaftlich überprüft. Und der Schal wurde lange nicht als Beweisstück behandelt und das genetische Material vielleicht verunreinigt.